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29 Comments

  1. Astrid Ladner-Gitterle

    Guten Tag Frau Gettel! Ich würde gern den 6wöchichen Onlinekurs für die Selbstliebe besuchen. Was ist diesbezüglich zu tun?
    Es grüßt Sie

    Astrid Ladner-Gitterle

    • Liebe Frau Ladner-Gitterle,

      ich habe den Kurs zwischenzeitlich offline genommen, da ich mit einigen Inhalten nicht mehr so ganz zufrieden war und bin noch am Überlegen, wie es weitergeht.
      Gerne kann ich Ihnen die Dateien gesondert zuschicken.

      Viele Grüße,

      Kendra Gettel

  2. Liebe Kendra,
    wie gehe ich am besten mit eine Mann um, der bei Konflikten oder Streit beleidigt den Raum verlässt und solange schmollt und schweigt, bis man wieder „lieb“ ist? Ich habe den Eindruck er kann überhaupt nicht mit Streit umgehen und alles muss immer heile Welt und eitel Sonnenschein sein und traue mich schon gar nicht mehr irgendetwas zu sagen.
    Danke!

    • Liebe Lisa,

      ich denke in dieser Situation an fünf Schritte, die du probieren kannst:
      1. Herausfinden, was du dir eigentlich von ihm wünschst, wenn er sich so verhält – was sind deine Bedürfnisse? Wenn er z.B. den Raum verlässt, willst du dich darauf verlassen können, dass er für dich da ist, auch wenn ihr gerade einen schwierigen Moment habt? Brauchst du die Sicherheit, dass alle deine Gefühle willkommen sind? Schau doch mal, was da für dich kommt und am meisten Resonanz hat.
      2. Eventuell überdenken, wie du dich im Konfliktfall verhältst – was sagst du, wie formulierst du es? (Ich schreibe „eventuell“, da ich darüber ja nichts weiss 🙂 )
      3. Versuchen, dich in ihn hineinzuversetzen. Was könnte er gerade brauchen, wenn er den Raum verlässt? Ich vermute, es geht in Richtung Sicherheit/ eine Bestätigung, dass du ihn liebst/ Anerkennung und Wertschätzung für etwas.
      Um dich da näher ranzutasten, hilft immer gut die Übung mit dem Stuhl: Stell zwei Stühle auf, einen für dich, einen für deinen Mann. Setz dich erst auf „deinen“ Stuhl und sag zu ihm, was du ihm beim letzten Konflikt gesagt hast, bevor er gegangen ist. Dann setz dich auf „seinen“ Stuhl und fühle, was da hochkommt und worum es geht.
      4. Als nächsten Schritt würde ich ihn fragen, was in ihm los war und was er gebraucht hat, z.B. „Als du vorgestern aus dem Zimmer gegangen bist, brauchtest du eine Bestätigung, dass du mir wichtig bis?“ und sehen, was passiert.
      Rate einige Male, bis du merkst, dass er sich öffnet und entspannt.
      5. Dann frag ihn, ob es für ihn ok ist, dir zuzuhören, und sag ihm, was deine Bedürfnisse in der Situation waren.

      Schaut euch doch mal das kostenlose Ebook an “Die 5 Insidertricks zum Entschärfen deiner geladenen Frau” an, ihr könnt es euch auf http://www.frauenreparaturwerkstatt.de herunterladen. Ich habe es gemeinsam mit meinem Partner geschrieben, und auch wenn es sich von der Aufmachung her an Männer wendet, funktionieren die Tricks natürlich auch, wenn du eine Frau bist und es mit einem geladenen Mann zu tun hast 😉 Es ist eine kleine Einführung in empathisches Zuhören, wenn es gerade in einer Beziehung brennt.

      Lass mich wissen, wenn du noch etwas brauchst!

      Viele Grüße,
      Kendra

  3. Seit tagen sehr abweisend ,seit er heimlich ex gesmst hat spreche ihn an kommt nur liebe dich hab mich für dich entschieden mach dir kein kopf was ist los mit ihm?wie schaffe ich es das er wieder an mich denkt ,wohnen zusammen was kann ich ändern

  4. Kannst du mir vielleich einen rat geben was ich tun kann damit mein freund wieder das interessen an mir findet wir mehr zueinander finden ,mehr reden er sich mehr für mich interessiert und schätzt

  5. Hallo Kendra,
    ich habe keine Partnerschaft. Lerne immer wieder mal einen Mann kennen und wenn ich meine innere Stimme frage, wechseln die Antworten. Mal sagt sie „ja“, wenn ich frage ob das passen könnte. Und wenn ich nach einer Zeit nochmal frage kommt ein „nein“. Frage dann immer wieder wie sich das Ja und Nein anfühlt. Das funktioniert. Mache ich etwas falsch.Oder ist es, weil ich selbst nicht weiß was ich möchte.
    Viele Grüße
    Marta

    • Hallo Marta,

      ich kann mir gut vorstellen, dass die Frage „ob das passen könnte“ zu generell war. Hast du genau so gefragt?
      Ob zwei Menschen zusammen passen oder nicht, hängt ja von vielen Faktoren ab, und es kann gut sein, dass ihr – also deine innere Stimme und du – aneinander vorbeikommuniziert habt.
      Spüre doch mal nach, welche konkreten Eigenschaften einen Mann für dich passend machen. Was wünschst du dir? Möchtest du jemanden, mit dem du deine Interessen teilen kannst? Jemanden, mit dem du über deine Gefühle sprechen kannst? Jemanden für gemeinsame Unternehmungen? Für eine Weltreise? Um eine Familie zu gründen? Um gemeinsam psychologisch oder spirituell zu wachsen? Gemeinsam eine Band zu starten?
      Was liegt dir wirklich am Herzen?
      Ich würde dann einmal direkt nach diesen Dingen fragen, z.B.: „Ist dies ein geeigneter Begleiter für meine lang geplante Weltreise?“ „Ist dies jemand, mit dem ich mich innerlich weiterentwickeln kann?“ (Und Achtung: Ein aus Sicht deiner inneren Führung „passender“ Mann kann schon auch jemand sein, der heftige unverarbeitete Themen in dir wachruft, denn deiner Führung geht es primär darum deine vielleicht noch nötige innere Heilung frühere Verletzungen. Es muss also mit dem passenden Mann nicht immer alles einfach und schön sein – und es ist trotzdem alles ok.)

      Es ist außerdem so, dass sich bei emotional besetzen Fragen (wo die Frage, ob ein Mann der Passende ist, ja schon einmal dazugehören kann) auch eigene (bewusste oder unbewusste) Wünsche und Ängste einmischen und die Antwort verfälschen können. Ich habe z.B. schon oft versucht zu fragen, ob ich schwanger bin, und da kam immer „Ja“ raus, auch wenn ich es nicht war 😉
      Schaue in diesem Fall lieber nach einer Grundtendenz. Hast du überwiegend ein gutes, entspanntes Gefühl, wenn du mit dem Mann zusammen bist oder daran denkst, mit ihm eine längere Beziehung zu führen? (Dass man sich mal triggert und gegenseitig nicht ausstehen kann, ist dabei normal….) Oder fühlst du dich eher gestresst und unruhig dabei? Es geht dann weniger um Momentaufnahmen als um das große, immer wiederkehrende Bild.

      Viele Grüße und ich drücke dir die Daumen, dass der Passende bald kommt!

      Kendra

      • Hallo Kendra,
        vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ja, ich habe eher pauschal gefragt. Ich habe jetzt nochmal detailierter nachgefragt. Es waren wirklich nur Teilbereiche, wo es gepaßt hätte. Absolut spannendes Thema. Jetzt hab ich wieder Vertrauen in meine innere Stimme. Vielen Dank für deine Mühe.
        Ganz liebe Grüße
        Marta

  6. Liebe Kendra,
    ich bin zutiefst gerührt von Deiner Mühe, die Du Dir mit der Beantwortung der Fragen Deiner Leser machst! Sehr süss von Dir, Chapeau!!!

    P.S.: Im nächsten Leben heiraten wir beide, denn ich bin genauso!:-)

    PostPostScriptum: Und Danke für den schönen, unterhaltsamen, interessanten, zutiefst ehrlichen Blog!

    • Liebe Carena, oh, wie schön, dann muss ich mir im nächsten Leben keine Sorgen machen, übrig zu bleiben! 😉

      Danke für deine Rückmeldung!!! Die Fragen und der Blog machen mir großen Spaß. Und es freut mich, in meinem Tun gesehen zu werden!

      Viele Grüße,
      Kendra

  7. Hallo du tolle „Beziehungshelferin“

    Danke erst einmal für die super Artikel ect.

    Ich las gerade „Woche 4 für die Partnerschaft“. Ich finde Ehrlichkeit auch total wichtig, aber was kann ich machen, wenn mein Partner (auch wenn ich GFK anwende) alles auf sich bezieht und als Angriff sieht und dann gleich schon Krisenstimmung herrscht? Er ist auch der Ansicht, das Ehrlichkeit oft auch unanständig sei.
    Ich gebe mein Bestes deine Tipps umzusetzen, was mir auch gut gelingt. Aber die ewige gereizte, mürrische Stimmung meines Mannes mir gegenüber ist echt demotivierend und verletzend.

    Seit ich mich selbst ernst nehme, bemerke ich, dass ich von anderen jedoch kaum ernst genommen werde, obwohl ich klar kommuniziere-hast du Tipps wie man ernst genommen wird?

    Liebe Grüsse und vielen Dank für deine Arbeit
    Jeanine

    • Liebe Jeanine, danke für deine Frage. Schön, dass du ein paar Dinge schon anwenden konntest! Wenn der Partner alles auf sich bezieht, ist das in der Tat eine herausfordernde Situation…. Um dir einen guten Tipp geben zu können, würde es mir helfen, wenn du mir genauer beschreibst, wie du ihm gegenüber Dinge ansprichst und wie er reagiert. Also was sagst du? Was fühlst du dabei? Und wie genau reagiert er? Was sagt er?
      (Du kannst mir das auch gerne als Mail schreiben, wenn es dir hier zu persönlich ist).

      Zum zweiten Punkt, ernst genommen werden: Ich bin mir nicht sicher, ob ich da das richtige Bild habe. Meinst du damit, dass andere auf verletzende Weise reagieren, wenn du über deine Gefühle und Bedürfnisse sprichst?

      Liebe Grüße,
      Kendra

      • Vielen Dank für deine Antwort.

        Also mal sehen ob ich das mit schreiben richtig vermitteln kann.
        Z.b. Kann ich ihm sagen;“ ich habe gesehen dass die grossen Teller in der Abwaschmaschine links stehen. Könntest du diese das nächste mal bitte rechts einräumen, denn sonst verklemmt der Waschrotor und ich muss dann alles nach spühlen, was mich dann ärgert(weil eh schon die Zeit knapp ist mit 2 kleinen Kindern und einem grossen Haus ect.).“
        Daraufhin wird er wütend und sagst meistens Dinge wie;“ jetzt bin ich wieder an allem schuld“ oder “ hast du wieder schlechte Laune“ usw.
        Das macht mich dann sauer, weil ich wirklich nur Fakten erklären wollte, welche mir den Alltag erleichtern.

        Beim zweiten meine ich zum beispiel dass ich klar kommuniziere(wirklich!) und meine Familie überhaupt nicht darauf ein geht oder auf etwas völlig anderes reagiert.
        Bsp. wir sind am Tennisturniet meines Mannes und ich höre dort dass anschliessend noch ein Fest ist. Daraufhin sage ich zu meinem Mann, dass er doch ruhig noch gehen soll, ich könne gut alleine die Kidds und uroma nach Hause ins Bett bringen und ihm tue Die Zeit mit seinen Freunden bestimmt gut.
        Woraufhin er sich umdreht und zu denen sagt;“ ich gehe lieber Heim, wenn sie das sagt, dann stimmt bestimmt was nicht.!
        Dabei meine ich das so wie ich es sage-ich würde mich für ihn Freuen.

        Oder ich diskutiere mit meiner Mutter darüber wie wir es mit Uroma machen
        (Per whatsapp) und statt darauf zu reagieren kommt; ich weiss dass du unglücklich bist…ect

        • Danke, jetzt wird es klarer für mich!
          Zu dem Beispiel mit der Spülmaschine: Probier einmal, nur zu sagen „Kannst du die Teller bitte rechts einräumen?“ Ohne Begründung. Das ist zwar auf den ersten Blick vielleicht nicht einleuchtend, weil man meint, dass es mit Begründung mehr Gewicht hat, aber oft ist es genau umgekehrt. Dein Mann hört wahrscheinlich, dass er jetzt Schuld ist, weil du mehr Arbeit hattest (auch wenn du das nicht sagen willst….)– wenn du nur eine Bitte äusserst, dann fällt das weg. Außerdem sind es weniger Worte zu verarbeiten ;-), das macht auch einen Unterschied. Männern hilft es meiner Erfahrung nach, wenn wir einfach kurz, knapp und direkt sagen, was wir wollen.

          Wenn er es dann immer noch auf sich bezieht, dann sag ihm (ebenfalls ganz direkt…), wie es dir damit geht. Z.B. :“Hey, es nervt mich, wenn du sagst „Jetzt bin ich wieder an allem schuld!“ – es geht hier nur um eine Bitte von mir, und keine Schuldzuweisung an dich!“ Wenn nötig, wiederhole das ein paar Mal…es kommt nicht immer gleich beim ersten Mal an.
          Oft hört der andere eine Schuldzuweisung, wenn wir z.B. genervt oder wütend sind, aber das nicht verbal ausdrücken und es dann trotzdem irgendwie als Unterton in der Stimme mitklingt. Achte deshalb darauf, dass du immer direkt sagst, was du fühlst, damit er weiss, woran er ist.
          Du kannst ihn auch fragen, wo in deinen Worten er eine Schuldzuweisung gehört hat, oder ob es an deinem Tonfall oder etwas anderem lag?

          Der andere Punkt ist, dass du letztlich nie hundertprozentig kontrollieren kannst, wie ein anderer deine Worte aufnimmt. Du kannst alles „perfekt“ gesagt haben, und dein Mann mag sich trotzdem angegriffen fühlen. Lass dich davon nicht entmutigen. Wenn du dabei bleibst, deine Gefühle ehrlich und ohne Angriffsabsicht auszudrücken und einfache, klare Bitten zu stellen, wird er das mit der Zeit merken, dass er nichts zu befürchten hat – aber eben erst mit der Zeit. Bleib einfach dran.

          Zum zweiten Beispiel:
          Ich vermute, dass dein Mann und deine Familie klare Kommunikation nicht gewöhnt, und du bist die erste, die damit jetzt anfängt? Sie interpretieren immer etwas rein, was du gar nicht meinst?
          In dem Fall hilft nur, (wie oben) die Dinge mehrfach zu wiederholen. Und zwar mit lauter und bestimmter Stimme. Z.B:“Nein, ich habe das wirklich so gemeint, ich fände das gut, wenn du Zeit mit deinen Freunden hast, bitte bleib hier, ich mache das gerne für dich.“, und dann beim nächsten Mal: „Hörst du mich? ICH HABE DAS WIRKLICH SO GEMEINT, DU KANNST GUTEN GEWISSENS HIERBLEIBEN!!!“

          Genauso im Beispiel mit deiner Mutter: „Du, ich will jetzt mit dir darüber reden, wie wir das mit Uroma machen!“, „Mama, ICH BIN NICHT UNGLÜCKLICH, UND ICH MÖCHTE JETZT MIT DIR BESPRECHEN, WIE WIR DAS MIT UROMA MACHEN! OK?“

          Wenn andere zu sehr in ihrem Film sind, braucht es eine laute Stimme, Wiederholung und ganz klare Aussagen, um sie dort herauszuholen. Das mag oft sehr anstrengend sein, aber es funktioniert. Und es hat übrigens nichts damit zu tun, auf andere nicht einzugehen oder rücksichtslos zu sein, falls dir das Sorgen macht. Es bedeutet nur, die eigenen Klarheit so zu verpacken, dass die anderen sie hören. Auf sie eingehen kannst du ja immer noch.

          Wie klingt das für dich?

    • Vielen Dank Kendra für deine Antworten.
      Ich bin schon gespannt, es auszuprobieren

  8. Hallo Kendra,
    an dieser Stelle herzlichen Dank für deinen Newsletter.
    Zur Woche zwei habe ich eine Frage.
    Inneres Ziel und Mantra schön und gut – brauche ich aber nicht für ganz viele Ziele innerhalb einer Beziehung die Kooperation meines Gegenübers. Also beispielsweise, wenn mein Mantra lautet: In meiner Beziehung sind mir Zärtlichkeit und Nähe am wichtigsten – dann kann ich dafür ja meinen Teil tun. Aber wenn mein Partner oder meine Partnerin dennoch für nicht mehr zu haben ist als das Bussi morgens und abends und ansonsten, im Gegensatz zu früher, keine Zärtlichkeiten mehr von seiner/ihrer Seite kommen – dann kann ich da doch allein nix machen? Und sehne mich dennoch nach Zärtlichkeit und Nähe?
    Herzliche Grüße Rosa

    • Liebe Rosa, erst einmal: Tut mir leid, dass ich mich erst jetzt melde, ich bin letztes Wochenende umgezogen und erst langsam dabei, alle angestauten Nachrichten „abzuarbeiten“.
      Ja natürlich, du hast recht. Ab einem gewissen Punkt braucht es die Kooperation des Partners. Der Sechs-Wochen-Kurs zielt eher darauf ab, was man von seiner Seite aus tun kann und die innere Haltung zu optimieren.
      In so einem Fall wie von dir beschrieben müsste man tiefer schauen, was die Situation ist und wie sie entstanden ist. Wenn einer von beiden kein Interesse mehr an Zärtlichkeiten hat, würde ich vermuten, dass etwas auf emotionaler Ebene im Weg steht und es erst einmal dort um Klärung geht. Wie gesagt, das müsste man dann herausfinden.
      Die wichtigste Frage ist aber: Wie fühlst du dich mit dem, wie es ist?
      Liebe Grüße, Kendra

  9. Also, Wut ist mein Thema. Und ich kann dann richtig laut werden und natürlich auch unlogisch, aber ich fühle mich zurzeit durch meine Arbeit sehr niedergemacht, werde in Entscheidungen nicht einbezogen, die ich trotzdem nach Außen zu verantworten habe.
    Wenn ich ihm davon erzähle, sind wir in kürzester Zeit auf dem Zenit. Dann geht er.
    Wenn ich dieses Schweigen dann nicht mehr aushalten kann, sage ich, dass ich das nicht kann und dass ich reden will.

    Das Schlimmste ist, dass ich sowieso glaube, dass das alles meine Schuld ist und dann ist es eh zu spät.

    Susanne

    • Hallo Susanne, danke!

      Mein Eindruck ist, dass bei dir gerade drei Themen zusammenlaufen:
      1. Die Sache mit der Arbeit
      2. Die Frage nach dem Umgang mit der Wut/ Kommunikation mit deinem Partner
      3. Das Schuldgefühl

      Kann das sein?

      Also, sortieren wir mal :-):
      1. Zur Arbeit: Wie hoch ist der Anteil der beruflichen Situation an dem Problem mit deinem Partner? Wäre die Beziehung entlastet, wenn das berufliche Thema geklärt wäre? Kannst du dir dafür in irgendeiner Form Unterstützung holen?

      2. Wenn du mit deinem Partner über deine berufliche Situation sprechen willst, kannst du ihm sagen, was genau du gerne von ihm möchtest? Soll er nur zuhören, seine Meinung sagen oder aktiv Vorschläge machen, was du tun kannst? Männer brauchen von uns GANZ DEUTLICHE Ansagen, z.B.: „Ich möchte darüber reden, das hilft mir, selbst klar zu werden, was ich tun kann. Du hilfst mir sehr, wenn du mir zuhörst und mich selbst die Lösung finden lässt. Kannst du mir zuhören?“ oder „Ich würde gerne mit dir darüber reden und hören, wie du die Sache siehst.“ oder „Was meinst du, was ich machen soll?“
      Passt davon etwas für dich?

      Zur Wut: Du sagst, du kannst laut werden, weißt du was? Das sehe ich als gutes Zeichen 🙂 Du hast also Zugang zu deinen Gefühlen (nein, das ist heutzutage keine Selbstverständlichkeit!) und du hast vermutlich kein Thema mit „Angst vor Auseinandersetzung“ , was für die meisten das größte Hindernis ist. Das sind gute Voraussetzungen! Es ist gut, wenn du merkst, dass du wütend bist, und es ist gut, wenn du es ausdrückst. Vielleicht brauchst du dazu einfach nur ein paar Anregungen, wie du das am besten so machst, dass es etwas Konstruktives bewirkt.

      Ich habe dazu einen Blogbeitrag geschrieben unter
      http://kendragettel.de/blog/2014/11/19/aerger-konstruktiv-ausdruecken-und-so-raum-fuer-neues-schaffen/
      Schau doch da mal rein, hilft dir das weiter?

      Es kann gut sein, dass ihm deine Wut Angst macht, aber das heißt nicht, dass mit ihr oder mit dir irgendetwas falsch ist. Achte einfach darauf, dass du dich von der Wut nicht hinreißen lässt, ihn fertigzumachen, sondern nutze sie dazu, zu sagen, was für dich nicht stimmt, denn das zeigt sie dir an. Ich war bisher so eine von denen, die sich nie getraut haben, wütend zu werden, und seitdem ich das kann und meinem Partner sage, was mich wütend macht, machen wir die krassesten Entwicklungssprünge.
      Du kannst dich auch fragen, was hinter der Wut liegt – oft ist es ja ein Gefühl von Machtlosigkeit oder tiefer Verletzung. Wenn du so etwas findest, dann sag ihm das, das hilft sehr, dem anderen die Angst vor deiner Wut zu nehmen.

      Und wenn er sich zurückzieht und schweigt – was macht das mit dir? Wie fühlt sich das an? Macht dich das auch wütend? Fühlst du dich verletzt? Fühl mal in dich hinein, was dich da so drückt, dass du es nicht aushältst. Was passiert in deinem Körper? Und wo? Was glaubst du bedeutet sein Verhalten? Dass er dich nicht liebt? Dass du ihm egal bist? Und stimmt das….?

      3. Schuld
      Wenn du denkst, etwas sei deine Schuld, dann ist es ja eine innere Stimme, die dir das einreden will, richtig?
      Das klingt jetzt vielleicht etwas zu einfach, aber: Diese Stimme hat NIE Recht!
      Da spricht dein Ego (= deine Ansammlung von nicht funktionierenden Mustern aufgrund falscher Vorbilder und früherer Verletzungen), und es ist deine Wahl, ihm zuzuhören oder nicht.
      Die Frage ist: Warum glaubst du dieser Stimme? Kannst du irgendeinen Grund erkennen, warum es gut sein könnte, zu glauben, dass du „schuldig“ bist?

      Hinterfrage diese Stimme. Kann es nicht vielleicht sein, dass du eine mutige, offene Frau bist, die sich mit aller Leidenschaft für ihre Beziehung einsetzt? Was ist das Geschenk, dass du deinem Partner bringst, indem du genau so bist, wie du bist? 🙂

      Ich hoffe, das hilft dir weiter. Ich habe ja eine ganze Menge geschrieben, vielleicht liest du es in den nächsten Tagen noch einmal Stück für Stück.

      Lass mich wissen, was davon für dich gepasst hat.

      Liebe Grüße und noch einen schönen Abend!

      Kendra

      • Danke erst einmal, das lasse ich ein wenig merken.

        Vielleicht ein Eindruck zum Schweigen.
        Wenn ich aufhöre etwas haben zu wollen, kann ich diesen Rückzug auch für mich anfangen zu genießen.

        Susanne

      • Liebe Kendra,

        ich habe ein wenig ausprobiert, die Geschichten im Kopf nicht ausarten zu lassen.
        Mit ein wenig Distanz sind es dann doch Sandkastenspiele.

        Gestern habe ich einfach gefragt, ob wir uns wieder vertragen wollen, mit Handgeben und so.

        Manchmal sind Kinder doch klüger.

        LG
        Susanne

        • Liebe Susanne, es freut mich, dass du eine neue Perspektive auf die Sache gefunden hast, die zu einer Lösung gefunden hat. Danke fürs Mitteilen!!!! Kendra

          • Liebe Kendra,

            und manchmal kommen die Dinge ganz anders als man denkt :).
            Also, was ich noch ergänzen wollte, ist, dass ich glaube, es ist in einer schwierigen Beziehung wichtig, das Denken nicht auf den Partner zu beziehen, will meinen, nicht die negativen Gedanken durch „liebevolle“, sondern die Gedanken gehen lassen. Dann kommen wohl die wahren Gedanken.

            Bei mir heißt das jetzt konkret: Mein Mann ist zu Haus ausgezogen und wir haben uns getrennt, mein Wunsch fast schon von Anfang an unserer Beziehung.
            Mir geht es gut. Danke für deine Gedanken.

            LG
            Susanne

          • Liebe Susanne,

            das mit dem „Gehen lassen“ statt „Ersetzen“ resoniert sehr stark bei mir. Schön. Es freut mich, dass es dir gut geht 🙂

            Alles Liebe, Kendra

  10. Wir kennen uns schon recht gut.
    Er geht mit Konflikten um indem er sich zurückzieht und schweigt. Das ist für mich Höchststrafe, wenn wir nicht mehr reden.
    Wenn ich dann doch das Schweigen breche, obwohl ich mir vorgenommen habe zu warten bis er soweit ist, wird es sehr schnell wieder aggressiv, sowieso habe ich Schwierigkeiten mit meiner Wut. Das wirft er mir auch immer wieder vor.

    Susanne

    • Liebe Susanne, kannst du mir noch ein Beispiel dafür geben, was passiert ist, bevor er sich zurückzieht, und wie du bisher wieder versucht hast, wieder ins Gespräch zu kommen? Es klingt, als ginge es hauptsächlich um den Umgang mit Wut (?), aber ich möchte gerne sichergehen, bevor ich dir antworte. Viele Grüße, Kendra

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