So findest du heraus, wann du deine fruchtbaren Tage hast

Hallo,

manche von euch wissen ja, dass ich auch Paare bei der Vorbereitung auf die Geburt ihrer Kinder begleite.

pregnant-163611_640Immer einmal wieder gibt es dabei eine Unsicherheit darüber, wann denn nun der „gültige“ Geburtstermin sein solle (manchmal wird so etwas sogar mehrere Male im Laufe der Schwangerschaft geändert….!).

Das kann etliche Probleme schaffen, die ich hier nicht im Detail aufführen will.
Es genügt, zu sagen, dass es einfach blöd ist, wenn die Frauen gegen Ende der Schwangerschaft immer stärker unter Interventionsdruck kommen, z.B. wenn die 40. Woche erreicht und das Kind immer noch nicht da ist – aber das Kind vielleicht einfach ein bis zwei Wochen jünger ist als vermutet.

Wer jetzt darauf besteht, die Geburt einzuleiten, kann nämlich eine Frühgeburt provozieren.
Muss nicht sein!
Besser ist jedenfalls, GENAU zu wissen, wann das liebe Kind gezeugt worden ist – im Vorteil ist die Frau, die weiß, wann sie ihre fruchtbaren Tage hat!

Und genauso superpraktisch ist dieses Wissen ja auch, wenn man gerade einmal keinen Nachwuchs will ;-)!

sperm-34808_640 Es ist gar nicht schwierig, zu merken, wann die „gefährliche“ oder „günstige“ Zeit des Monats ist – je nach dem, was für ein Ziel frau hat 😉

Im Folgenden erkläre ich dir, wie du es herausfinden kannst!

Zeichen Nr. 1: Deine Temperatur
Kurz nach dem monatlichen Eisprung steigt die Körpertemperatur einer Frau beim morgendlichen Aufwachen normalerweise um ca. 0,5 Grad Celsius an. Bei Einsetzen der Periode sinkt sie wieder.
Wichtig dabei ist: Wenn die Temperatur angestiegen ist, ist der Eisprung vorbei, d.h. die unfruchtbare Zeit des Monats beginnt. Du kannst nicht vorher wissen, an welchem Tag dein Eisprung genau kommt, aber du kannst mit Gewissheit sagen, dass er vorbei ist!

Um wirklich ganz sicherzugehen, dass die Eizelle schon abgestorben ist, rät man dazu, 3 hohe Temperaturen abzuwarten, bis man davon ausgehen kann, unfruchtbar zu sein.
Dann aber kann nichts mehr passieren – bis ca. eine Woche vor dem nächsten Eisprung, da Spermien (im Extremfall) bis zu sieben Tage im Körper der Frau überleben können, wenn das Milieu günstig ist.

Das ergibt dann bei einer durchschnittlichen Zykluslänge von 28 Tagen eine „sichere“ Phase von ca. drei Wochen!
Da man den Einsprung allerdings, wie gesagt, nicht vorhersehen kann, empfiehlt es sich, gegen Ende der Regelblutung wieder mit dem Verhüten anzufangen (wann genau, hängt von der individuellen Durchschnittszykluslänge ab und lässt sich mit der Zeit immer besser bestimmen).

thermometer-36852_640Viele Frauen schreckt der Gedanke ab, jeden Morgen ihre Temperatur messen zu „müssen“, das kann ich nachvollziehen. Nachdem ich das allerdings schon einige Zeit mache, kann ich nur sagen: Wenn ich es einen Tag lang vergesse, ärgere ich mich!
Das Datensammeln macht mit der Zeit richtig Spaß und wird total spannend, besonders, weil es mittlerweile etliche Fruchtbarkeitsapps gibt, in die man seine Daten eintragen kann und die einem dann monatlich tolle Grafiken, Statistiken, Berechnungen und Analysen ausspucken. Geniale Sache!

Übrigens kannst du dir dann auch das Geld für Schwangerschaftstests sparen. Wenn du schwanger bist, bleibt die Temperatur nämlich oben. Und wenn sie 16-18 Tage erhöht ist (das hängt ein bisschen von der normalen Zyklusdauer der Frau ab), dann ist die Sache klar!

2. Schleimabsonderung
Bitte lass dich nicht von diesem zunächst nicht so sexy klingenden Oberbegriff abschrecken 🙂
Hier ist ein weiteres, wertvolles, deutliches Signal von deinem Körper!
Achte einmal darauf: Im Laufe deines Zyklus ändert sich das Sekret, das du in deinem Slip findest.

Kurz nach der Periode ist es eher trocken und krümelig. Dann wird es cremiger und flüssiger, und um den Eisprung herum findest du einen glasigen, spinnbaren Schleim, fast wie Eiklar.
„Spinnbar“ bedeutet, dass du ihn mit deinen Fingern zu langen Fäden auseinanderziehen kannst, er wirkt fast elastisch!

drop-152407_640Das Ganze kann von Frau zu Frau ein wenig anders aussehen, aber das gleichbleibende Prinzip lautet: In der unfruchtbaren Zeit ist das Sekret eher trocken und krümelig (in so etwas gehen Spermien schnell ein!) und in der fruchtbaren Zeit dann Richtung cremig/wässerig/schleimig (darin geht es Spermien prima, und sie können leicht zum wartenden Ei hochschwimmen!).
Charakteristisch kommt manchmal hinzu, während der fruchtbaren Tage ein „nasses“ Gefühl in der Scheide zu haben.

3. Position des Muttermundes
Vielleicht ist dir schon einmal aufgefallen, dass der Muttermund im Laufe des Monats nicht immer an derselben Stelle zu sein scheint? Als mir das das erste Mal aufgefallen ist, dachte ich, ich würde spinnen. Aber es ist tatsächlich so!
Wenn du fruchtbar bist, zieht sich der Muttermund nach oben und ist manchmal kaum noch fühlbar bzw. auffindbar.
Außerdem ist er weicher und offener als sonst.
Während der Periode steht er ziemlich weit unten.
Wenn du immer einmal wieder vergleichst, wirst du den Unterschied ganz leicht merken können.

angel-427693_6404. Geschwollene Genitalien
Ein weiteres Zeichen für deine fruchtbaren Tage kann sein, dass deine äußeren Schamlippen angeschwollen sind. Achte einmal darauf…

5. Gesteigerte Lust
Viele Frauen haben während ihrer fruchtbaren Tage gesteigerte Lust auf Sex. Würde ja auch irgendwie Sinn machen 😉

6. Mittelschmerz
Manche Frauen spüren beim Eisprung einen ziehenden oder stechenden Schmerz im Unterleib.

Diese Form der Selbstbeobachtung zur Empfängnisverhütung heißt übrigens „Symptothermale Methode“, also eine Kombination aus Temperaturmessung und der Beobachtung sonstiger Körpersignale.

Wenn du sie richtig anwendest, bietet sie eine extrem hohe Sicherheit.
Dazu empfehle ich dir allerdings unbedingt, dir so viele Informationen zum Thema zu holen wie du kannst, bevor du loslegst, denn Pannen sollten ja nach Möglichkeit vermieden werden ;-).
(Obwohl es ja auch ganz tolle „Pannen“ gegeben haben soll :-))
Eine gute Anlaufstelle ist zum Beispiel dieses Forum hier über Natürliche Familienplanung.

Es gibt mittlerweile auch zahlreiche hervorragende Bücher zum Thema, zum Beispiel Natürlich und sicher. Mein Lieblingsbuch ist ein englisches und heißt „Taking Charge of Your Fertility„.

War dieser kleine Ausflug in die Biologie der Fruchtbarkeit interessant für dich?
Hast du selbst Erfahrungen mit dieser Methode und noch Tipps für Frauen, die sie anwenden möchten?
Ich freue mich sehr über dein Feedback oder weitere Hinweise unten in den Kommentaren!

Mich hat dieses Thema schon immer fasziniert, und ich habe zum Beispiel noch nie die Pille genommen.
Es gefällt mir und gibt mir Selbstsicherheit, zu wissen, was fruchtbarkeitsmäßig gerade Sache ist!

Was meinst du?

Viele Grüße und bis zum nächsten Mal!

Kendra Gettel

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